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Schlagwort-Archive: Kunstvermittlung

Kunstvermittlung liegt mir ja nicht nur beruflich am Herzen, deshalb freue ich mich immer, wenn das Thema auch in bekannten Magazinen aufgegriffen wird, wie dieses Mal vom Art Magazin.

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Ich bin Kunstvermittlerin von Beruf, und es macht mir sehr viel Freude, mit den unterschiedlichsten Besuchern über Kunst ins Gespräch zu kommen. Das spannende finde ich die verschiedenen Zugänge, sei es nun ein Volksschulkind oder ein Erwachsener – und es wird nie langweilig, ich lerne immer noch viel dazu. Natürlich sollte man das eigene Tun auch stets kritisch hinterfragen. So las ich mit Neugier einen Artikel, der vor kurzem in der Zeit erschienen war, geschrieben von Wolfgang Ullrich. Nach dem ersten Lesen war ich ziemlich erschrocken und stellte mir die Frage, ob mein Tun wirklich so belanglos ist. Doch dann regte sich der Widerstand in mir. Ich weiß, das ich mit meiner Arbeit nicht alle erreichen kann, das Museum an sich wird wohl leider immer eine gewisse Hemmschwelle für viele Menschen haben. Wie ich auch schon im Studium gelernt habe: „Alle sind keine Zielgruppe.“
Aber so ist es doch fast überall, oder nicht? Ich kann trotzdem mein Bestes geben, um zumindest einen Teil davon zu erreichen, und meine positiven Erlebnisse im Austausch mit den Besuchern bestärken mich darin. Außerdem spielen so viele Faktoren wie Herkunft, Bildung, individuelle Interessen etc. eine Rolle dabei, ob sich jemand für Kunst interessiert, das kann man nicht einfach so pauschal runterbrechen. Anstatt ein misslungenes Beispiel im Text exmplarisch und als nicht gelungen hervorzuheben bzw. dies auf alle Formate der Kunstvermittlung zu übertragen und dass diese nur in der Banalisierung bestehen, wünsche ich mir von einem doch so bekannten und auch lehrenden Theoretiker eine fundiertere Auseinandersetzung mit der Kunstvermittlung.

Gelingen und nicht gelingen liegen eng beieinander, manches weiß man auch erst durch das Ausprobieren. Aber ist das nicht überall so?

L.