Jasmine Warga, Mein Herz und andere schwarze Löcher

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Musik hat kinetische Energie.

Jasmine Warga stellt in ihrem Buch zwei Teenager in den Mittelpunkt: Aysel, 16, und Roman, 17, beide aus kleinen Nachbarorten mitten im ländlichen Kentucky. Sie lernen sich über ein Online-Forum kennen, in dem Roman eine Anzeige gepostet hat. Er sucht einen Partner für den gemeinsamen Selbstmord. Beide haben sehr unterschiedliche und doch auch wieder ähnliche, traumatische Erfahrungen hinter sich und kämpfen mit Depressionen. Für beide scheint der Selbstmord die jeweils einzige Lösung zu sein. Nachdem Aysel auf Romans Anzeige geantwortet hat, lernen sie sich persönlich kennen, um auch herauszufinden, „ob der andere auch keine Niete ist“. Das Datum steht, es ist kein Monat mehr hin, bis beide zur Tat schreiten wollen. Doch je besser sie sich kennenlernen, umso mehr ändert sich die Situation und in Aysel keimt immer mehr der Wunsch, sich ihren Dämonen zu stellen und diesem aufkeimenden schönen Gefühl nachzugeben, das sich in Romans Gegenwart bei ihr breit macht.
Ich habe das Buch in einem Rutsch an einem gemütlichen Sonntag Nachmittag durchgelesen, es ist mal herzerfrischend komisch und dann wieder zutiefst traurig und bedrückend. Jasmine Warga hat ein sehr ernstes Thema aufgegriffen, und ich finde, sie hat oft sehr treffende Bilder mit ihren Worten geschaffen, um die Gefühlswelten der beiden Teenager zu beschreiben.

Das Buch ist im Fischer Verlag erschienen.

L.

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