Bernhard Schlink, Die Frau auf der Treppe

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Vielleicht sehen Sie das Bild eines Tages.

Wieder mal ein Buch, in dem auch die Kunst eine Rolle spielt. Im Mittelpunkt des neuen Werkes von Bernhard Schlink steht ein Gemälde des Malers Karl Schwind. Ein junger Rechtsanwalt wird in einen seltsamen Streit des Malers und des Eigentümers Gundlach dieses einen Bildes gezogen, er soll vermitteln. Doch da ist auch noch die Frau, die auf diesem Bild zu sehen ist, Irene. Eigentlich die Frau von Gundlach, hat sie ihn für den Maler Schwind verlassen, und das Bild bleibt als schmerzliche Erinnerung zurück. Und sie hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei dem Rechtsanwalt, dessen Verliebtheit sie geschickt für ihre Zwecke nutzt. Irene und das Bild verschwinden für viele Jahrzehnte, bis der Anwalt in Sydney dem Bild gegenübersteht und sich auf die Suche nach Irene begibt.

Es steckt sehr viel in diesem schmalen Büchlein, keine 250 Seiten ist es dick. Ich fand es bisweilen fast schmerzhaft, wie sich der alte Rechtsanwalt beim späten Aufeinandertreffen mit Irene wieder in den naiven Jüngling verwandelt, und von ihr so eingenommen ist. Was die Liebe eben vermag…

Das Buch ist im Diogenes Verlag erschienen.

L.

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