Astrid Rosenfeld, Elsa ungeheuer

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Für manche Menschen scheint die Erde einfach nicht der rechte Ort zu sein, und meine Mutter Hanna war so ein Mensch.

Bereits im Januar letzten Jahres bekam ich dank des Diogenes Magazins eine kleine Kostprobe des aktuellen Romans von Astrid Rosenfeld. Ihren ersten Roman „Adams Erbe“ habe ich damals sehr gerne gelesen – auch wenn ich wohl ganz vergessen habe, darüber zu schreiben. Und auch „Elsa ungeheuer“ hat mich sofort gefangen genommen, irgendwie mag ich die Sprache von Astrid Rosenfeld, sie schafft bei mir einfach ein wunderbares Kopfkino.
Die titelgebende Elsa ist ein sehr ungewöhnliches Mädchen, wie es das kleine Dorf in der Oberpfalz noch nicht gesehen hat. Da ihre Mutter mit ihrem neuen Mann auf Weltreise geht, muss sie bei der Familie in der Provinz bleiben. Vom ersten Moment an hat sie einen jungen Verehrer, Karl. Er und sein Bruder Lorenz leben mit ihrem Vater Randolph, Frau Kratzler (der schier uralten Haushälterin) und dem Murmeltier (der eigentlich Herr Murmelstein heißt und Dauergast ist, ständig auf der Suche nach Erkenntnis und seine wilden Frauengeschichten aus aller Welt allabendlich mit den Jung teilt) in einem kleinen Hotel. Ihre Mutter Hanna hat sich vor kurzem das Leben genommen. Mit dem Auftauchen von Elsa ändert sich das ganze Leben von Karl und Lorenz, bei jedem auf unterschiedliche Art und Weise. Als Lorenz zu einem neuen Stern in der Kunstszene wird, und Karl von diesem Strudel mitgerissen wird, begibt er sich auf die Suche nach der unvergessenen Elsa…

Ich mag es ja sehr gerne, wenn Romane Anknüpfungen zur Kunstwelt haben, und auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet, werden in diesem Roman doch ganz geschickt kritische Anmerkungen zum Kunstmarkt gegeben. Und ein bisschen Liebesgeschichte steckt doch mit drin, aber sehr ungewöhnlich, weil Karl dieses Mädchen einfach nicht loslässt, seine erste große Liebe…

Das Buch ist im Diogenes Verlag erschienen.

L.

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