John Leake, Cold a long time

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This couldn’t have happened to nicer people, I thought as I sat with Lynda and Bob MacPherson in their backyard in Saskatoon.

Es heisst ja, das Leben schreibt die besten Geschichten. In diesem Fall muss man sagen, das Leben schreibt auch die erschreckendsten Geschichten. Ausnahmsweise habe ich das Buch sogar im englischen Original gelesen, auch wenn ich mich nur noch gut zwei Wochen bis zum Erscheinen der deutschen Ausgabe hätte gedulden müssen. Auf die Geschichte wurde ich im Oktober aufmerksam, mittels eines Artikels im SZ-Magazin.
Im Jahr 1989 verschwand der kanadische Eishockey-Spieler Duncan MacPherson auf einer Europa-Reise. Da sich die Behörden nicht bemühten, der Sache auf den Grund zu gehen, machten sich seine Eltern auf die Suche. Sie fanden sein verlassenes Auto schließlich am Stubai-Gletscher, von ihrem Sohn jedoch keine Spur. Auch hier war die Polizei nicht weiter hilfreich, sie legten den Fall zu den Akten – trotz vieler seltsamer Umstände, die sich teilweise wiedersprachen. Die Familie fand keine Ruhe, bis im Jahr 2003 die Leiche von Duncan aus dem Gletscher schmolz. Doch auch damit sollte nicht aufgeklärt werden, was mit ihm geschehen war…
Man wähnt sich in einem schlechten Film, wenn man liest, was die Familie MacPherson alles erleiden musste und wie sie auch von offizieller Seite belogen wurden, was die Todesumstände ihres Sohnes betrifft. Der amerikanischee Journalist John Leake arbeitet mit ihnen gemeinsam den Fall auf. Mich hat selten ein Buch so berührt, und ich finde es unglaublich, wie die Familie alle Hebel in Bewegung setzte(und all ihre Ersparnisse aufbrauchte), um Klarheit und Gerechtigkeit zu erlangen. Dass sie diese bis heute nicht erhalten haben, finde ich sehr beschämend für die zuständigen Behörden in Österreich.
Heute erscheint die deutsche Ausgabe „Eiskalter Tod“ im Residenz Verlag.
Ebenfalls sehr empfehlenswert ist diese englischsprachige Dokumentation über den Fall.

L.

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2 Kommentare
  1. Danke für diese interessante Besprechung. Vor einigen Wochen hatte ich zu diesem Fall einen sehr interessanten und faszinierenden Artikel im SZ Magazin gelesen. Die Geschichte hat mich danach gedanklich lange nicht mehr losgelassen, so dass ich in die deutsche Ausgabe auf jeden Fall mal einen Blick hineinwerfen werde … 🙂

  2. Über den Artikel bin ich auch auf den Fall aufmerksam geworden, ich habe ihn auch im Artikel verlinkt, da er wirklich sehr spannend geschrieben ist und einen guten Einblick gibt.

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