Daniela Krien, Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer.

Bei diesem ersten Satz musste ich erst mal grinsen, vom Wetter her hat dieses Buch schon mal nicht mit dem tatsächlichen Sommer dieses Jahr überein gestimmt.
Dieses Buch ist der erste Roman der jungen Autorin Daniela Krien, sie nimmt den Leser mit zurück in den Sommer 1990, als die deutsch-deutsche Teilung bereits Vergangenheit ist. Im Mittelpunkt steht die siebzehnjährige Maria, die aufgrund familiärer Probleme bei ihrem Freund Johannes und seiner Familie eingezogen ist, auf einem großen Bauernhof. Noch hat sie sich nicht an den Alltag dort gewöhnt, es gibt vieles auf dem Hof, was ihr bisweilen fremd ist. Am liebsten würde sie den ganzen Tag lesen, entweder auf dem alten Dachboden oder draußen, in der freien Natur. Doch auch sie, die Träumerin, muss mithelfen bei dem alltäglichen Hofleben. In Sichtweite wohnt der vierzigjährige Henner, als Frauenheld und als eher grobschlächtig im Dorf verschrien, so keinem ist er wirklich geheuer. So gegensätzlich Maria und Henner auch scheinen mögen, zwischen ihnen entspinnt sich eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.
Sehr bildhafte Beschreibungen haben mich wirklich in diese Welt eintauchen lassen, die Stimmungen und die Atmosphäre sind manchmal wirklich greifbar gewesen. Es ist bisweilen eine etwas seltsame Geschichte, bei der ich mich manchmal fragte, warum Maria dies alles mit sich machen lässt – vielleicht weil sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine richtige Zugehörigkeit verspürt?

Das Buch ist im Graf Verlag erschienen.

L.

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2 Kommentare
  1. Lena, ich „höre“ dieses Buch gerade, beim Arbeit-Autofahren. Bin noch zum Beginn… aber es hat mich mit folgendem Teaser gekriegt: >>Es gibt Dinge, die können gleich erzählt werden.
    Andere haben ihre eigene Zeit, und manche sind unsagbar.
    Irgendwann werden wir uns alles erzählen.
    Eine Liebesgeschichte von archaischer Wucht.<<

    • Ich bin gespannt, wie du es findest! Was mir bei diesem Buch auch noch aufgefallen ist: Das Cover hat so gut dazugepasst, zu diesem flirrenden Sommer, das etwas ausgeblichene Foto…das hat für mich absolut übereingestimmt, genau so sah es in meinen Gedanken auch in der Geschichte aus.

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