Lesehund

Ich habe ja schon zweimal darüber geschrieben, wie Menschen Literatur zugänglich gemacht wird, sei es nun mit dem Bücherschiff in Norwegen oder mit dem Biblioburro in Kolumbien. Dieses Mal geht es nicht in die Ferne, sondern nach München.

Es geht heute nicht darum, dass man Bücher zum Lesen zur Verfügung hat, sondern um das Lesen an sich. Für mich als Erwachsene ist es selbstverständlich, lesen zu können. Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie es für mich war, lesen zu lernen. Das Einzige, was ich weiß: Ich habe es von Beginn an geliebt. Doch es gibt viele Kinder, die eine Leseschwäche haben, und gerade wenn es ans Vorlesen geht, wird es gleich noch mal viel schwieriger.
Hier kommen die ehrenamtlichen“Lesehunde“ ins Spiel. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Hunden und ihren Haltern, die alle bereits Erfahrung durch Besuchsdienste – sei es nun im Kindergarten oder im Altenheim – haben. Zu regelmäßigen Terminen gehen sie an Schulen oder Bibliotheken, und dort dürfen die Kinder dann – natürlich jeder für sich – dem Hund vorlesen. Der Hund beurteilt nicht ihre Art zu lesen, außerdem hat er meist eine beruhigende Wirkung auf die Kinder, und somit können Ängste abgebaut werden und das Kind gewinnt an Sicherheit und Selbstvertrauen.

Diese Idee kommt aus den USA, dort gibt es schon seit längerer Zeit Lesehunde. Ich finde es eine ganz wunderbare Initiative und hoffe sehr, dass sich in naher Zukunft auch in anderen Städten zuhörfreudige Hunde finden.

Hier geht es zur Homepage der Münchner Lesehunde.

L.

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