Jessica Durlacher, Der Sohn

Wenn ich an meine Familie denke, sehe ich auch heute noch immer diesen einen Abend vor mir.

Eigentlich ist dieses Buch für mich eher ein Krimi. Es hat beim Lesen nach und nach einen richtigen Sog entwickelt, ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen, weil ich endlich wissen wollte, wie es weiter geht.
Im Mittelpunkt steht die Journalistin Sara Silverstein, die zu Beginn den Tod ihres geliebten Vaters verkraften muss. Gleichzeitig damit geht es in ihrem Leben bergab. Zuerst wird sie beim Joggen überfallen, weshalb sie mit starken Ängsten zu kämpfen hat, die jedoch mit der Zeit der Lust nach Rache weichen. Sie versucht sich abzulenken, indem sie sich mit der Vergangenheit ihres Vaters beschäftigt, der das KZ überlebte, jedoch seine gesamte Familie verlor. Schließlich muss sie auch noch erfahren, dass ihr gerade erwachsen gewordener Sohn sich in den USA zum Militärdienst gemeldet hat und in Afghanistan dienen möchte.
Doch das ist noch nicht alles in dieser Geschichte, die manchmal fast wie eine Spirale der Gewalt wirkt. Es steht dabei jedoch immer das Menschliche im Vordergrund, und erst mit der Zeit wird klar, wie eng die Familiengeschichte mit all diesen Geschehnissen verknüpft ist.
Jessica Durlacher schildert all dies sehr eindringlich, und auch wenn ich schon viele wirklich heftige Krimis und Thriller gelesen habe, so ging mir diese Geschichte sehr nahe.

Das Buch ist im Diogenes Verlag erschienen.

L.

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