Gerbrand Bakker, Der Umweg

An einem frühen Morgen sah sie die Dachse.

In manchen Büchern passiert auf allen drei Seiten etwas Neues, es geht Schlag auf Schlag. Manchmal passiert eigentlich sehr wenig, und es kann trotzdem packend sein. So erging es mir mit „Der Umweg“ von Gerbrand Bakker. Es geht um Agnes, eine Literaturdozentin aus Amsterdam. Sie hat – ohne jemandem Bescheid zu geben – ihre Heimat verlassen und sich in einem kleinen, alten Bauernhaus mitten im walisischen Niemandsland versteckt. Erst nach und nach erfährt man, was alles dazu geführt hat. Sie meidet den Kontakt zu Menschen, erst als der junge Bradwen vor der Tür steht und einige Zeit bei ihr bleibt, öffnet sie sich scheinbar. Doch auch Bradwen hat seine Geheimnisse.

Es ging irgendwie ein eigenartiger Sog von der Geschichte aus, natürlich vor allem weil man wissen wollte, warum sie diese Entscheidung getroffen hat. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, und der Schluss war – obwohl er merkwürdig war – nur logisch, wenn man die Handlungen von Agnes betrachtet.

Das Buch ist im Suhrkamp Verlag erschienen.

L.

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