Wolf Erlbruch, Ente, Tod und Tulpe

Schon länger hatte die Ente so ein Gefühl.

Wolf Erlbruch ist für mich einer der besten Illustratoren, seine Bücher sind meiner Meinung nach für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet. Doch er illustriert nicht nur, er schreibt auch selbst. Und manchmal bedarf es nicht vieler Worte, um sehr bewegend zu sein.
Es geht um den Tod. Doch keineswegs ist das Buch bedrückend, sondern vielmehr absolut rührend und liebevoll, wie dem Tod ein Gesicht verliehen wird und ihm damit der Schrecken genommen wird. Eher hat er etwas Menschliches und Tröstliches, wie sich die Ente an diesen anfangs sehr seltsamen Gesellen gewöhnt und teilhaben lässt an ihrem Leben – auch wenn der Tod dem Gründeln im feuchten Teich nicht viel abgewinnen kann. Dafür wird er anschließend von der Ente gewärmt, was für ihn eine vollkommen neue Erfahrung ist.
Dabei passen die feinen, zurückhaltenden Illustrationen perfekt zum Text. Wolf Erlbruch beschränkt sich einfach auf die wesentlichen Dinge.
Egal, wie oft ich mir das Buch anschaue, es rührt mich jedes Mal zu Tränen.

Das Buch ist im Kunstmann Verlag erschienen und gibt es inzwischen auch als handliche Mini-Ausgabe.
Übrigens hat das wunderbare Theater Pfütze in Nürnberg daraus ein tolles Theaterstück gemacht, es wird im Februar wieder aufgeführt.

L.

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