Véronique Olmi, Meeresrand

Wir fuhren mit dem Bus, dem letzten Bus am Abend, damit uns niemand sah.

Es gibt Bücher, da genügt die erste Seite, der erste Satz um dem Leser die Stimmung des gesamten Buches zu vermitteln. Meeresrand ist eines der Bücher, welches mich von Beginn an in einen Strudel der Beklommenheit sog.

Auf gerade einmal 119 Seiten erstreckt sich die Geschichte um die Protagonistin und ihre beiden kleinen Söhne. Eine klare Sprache malt präzise und zugleich distanziert die Erlebnisse welche die drei auf ihrer Reise durchleben,

Zwischen den Zeilen entstehen nach und nach immer mehr Bilder, die einen anderen Blickwinkel auf die Ich-Erzählerin werfen.

Ein Buch, welches sich nicht aus der Hand legen lässt wohl wissend, dass der Sog des Erzählstrangs kein Happy End zulässt. Ein Buch das lange nachwirkt.

Erschienen ist Meeresrand 2004 im btb-Verlag.
Die französische Originalausgabe „Bord de mer“ erschien 2001 im Verlag Actes Sud.

J.

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