Astrid Lindgren, Steine auf dem Küchenbord

Das Einzige, was ich hier auf Erden zustande gebracht habe, sind eine Menge Einfälle, und es ist mir rätselhaft, wie man so unentwegt mit lauter zum Teil überdies noch recht verschrobenen Einfällen leben und fast sterben kann.

Kinderbuch ist nicht gleich Kinderbuch. Schon in meiner Jugend habe ich kaum Jugendbücher gelesen, sondern bin nach einer Krimi-Phase nahtlos zur Erwachsenenliteratur übergegangen. Doch es gibt eine Kinderbuchautorin, die mir stets am Herzen liegen wird, deren Bücher ich als Kind verschlungen habe. Es ist – wie sollte es auch anders sein? – Astrid Lindgren. Nachdem ich gut und gerne zehn Jahre nichts von ihr gelesen hatte, entdeckte ich dieses kleine, einfach entzückende Buch namens „Steine auf dem Küchenbord“, in dem wunderschöne, traurige, witzige Zitate aus ihren Büchern, Interviews und diversen Reden versammelt sind. Für jede Stimmung findet sich ein passendes Zitat, manche versetzen einen geradewegs in die Kindheit zurück. Ich nehme es immer wieder in die Hand, um die ganz besondere Sprache Astrid Lindgrens wiederzuentdecken; manchmal um nur ein Zitat zu lesen, meistens lese ich dann doch das ganze Buch. Ich glaube, selten wurden auf so wenigen Seiten so viel Poesie, Lebensfreude, Humor, Nachdenkliches und Trauriges miteinander versammelt.


Das Buch ist im Jahr 2000 im Oetinger Verlag erschienen.

L.

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